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12.11.2016 11:16 Alter: 2 yrs

Bericht aus der Wümme Zeitung über unser Projekt Mädchenhandball in Lilienthal


Lilienthal. Super kaputt, aber auch super stolz und mit einem Lachen im Gesicht verließen 32 Mädchen nach dem 2. Mädchen-Handball-Tag des TV Lilienthal die Schoofmoorhalle. Sechs Stunden lang standen Handbälle, Koordinationsübungen, Handballspielabzeichen und Mannschafts-Ballspiele im Zentrum ihres Denkens. Mit Tanzeinlagen wärmte Cornelia Kennerth die Mädchen für den langen Handball-Tag auf.

Immer noch wird Handball von dem Gros der Bevölkerung als eine sehr harte Sportart verstanden. Das sei der ausschlaggebende Grund, so Jugendwart Uli Semken, dass diese Sportart nicht so viele Fans habe. Mädchen-Handball könne man aber nicht mit Bundesligaspielen vergleichen, so Semken. „Da braucht man keine Angst zu haben.“ Bei den Minis und der E-Jugend sei es Aufgabe der Trainer, darauf zu achten, dass ein Körperkontakt nicht stattfindet. Im TVL liegt der Fall ein wenig anders, hier ist Handball mit 220 Mitgliedern die stärkste Sparte. 50 Prozent davon sind Mädchen. Für diese große Beliebtheit haben Verein und Jugendwart Uli Semken viel getan. Mit dem zweiten Mädchen-Handball-Tag unternahm der Verein einen weiteren Schritt in der Mitgliederwerbung, denn das Angebot richtete sich nicht nur an Vereinsmitglieder. Die Spielerinnen im Alter zwischen sieben und zehn Jahren durften Freundinnen mitbringen, um sie für ihren Sport zu begeistern.

In Lilienthaler Vereinen gibt es wenige Mannschaftssportarten nur für Mädchen, stellte der TVL vor einigen Jahren fest. Dem begegnete der Verein mit der Gründung des Projekts Mädchen-Handball. Im Laufe der Jahre entwickelte sich diese Sparte zu einer festen Größe im TVL. Im nächsten Jahr gibt es im TV Lilienthal zwei weibliche E-Jugend-Mannschaften, berichtete Uli Semken stolz. „Das gab es noch nie.“ Entstanden sind die durch Aktionen wie den Mädchen-Handball-Tag. Einen „ganz guten Ball“ spielen auch die Mädchen der C-Jugend in der Landesliga. Obwohl Handball in Lilienthal eine sehr beliebte Sportart ist, seien sie lange noch nicht da, wo sie einmal hin wollten, sagt Semken. Wunsch seien auch für den männlichen Bereich höherklassige Mannschaften sowie die Etablierung von Jahrgangsmannschaften.

„Mädchen saugen die Anleitungen der Trainer mehr auf als Jungen“, antwortet Uli Semken auf die Frage nach dem Unterschied zwischen Mädchen- und Jungen-Handball. “Sie haben aber mindestens genau soviel Biss wie die Jungen.“ Mit Spaß zum Training zu kommen, ist Voraussetzung nicht nur für Leistungs-, sondern auch für den Breitensport, der wichtiger Unterbau ist. „Die Mädchen haben sich auf den Handball-Tag wie auf Weihnachten gefreut“, so Stimmen der Eltern. Möglich machte den Mädchen-Handball-Tag die Förderung durch die Inge-Küster-Stiftung. „Solch einen Tag planen wir auch für Jungen, aber es fehlen uns noch Sponsoren“, sagt Uli Semken.